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Da Lachen ja mindestens so Gesund ist wie Singen haben wir an dieser Stelle einen Angriff auf Ihre Lachmuskeln vor. Gerne stellen wir auch Ihren Lieblingswitz hier mit ein. Bitte senden Sie Ihren Vorschlag per e-Mail an. mail@mgv-empfingen.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Keine Angst, wir freuen uns auch über Witze, die mit Singen nichts zu tun haben. Trauen Sie sich, dann könnte bei Ihrem nächsten Besuch bei www.mgv-empfingen.de auch Ihr Text auf unserer Homepage stehen.

Wer ist eigentlich der Boss?

Ein Körper hatte Langeweile, da stritten sich die Körperteile
gar heftig und mit viel Geschrei, wer wohl der Boss von ihnen sei.

Ich bin der Boss - sprach das Gehirn, ich sitz' ganz hoch hinter der Stirn,
muss stets denken und euch leiten. Ich bin der Boss, wer will's bestreiten?

Die Beine sagten halb im Spaße, "Gib nicht so an, du weiche Masse!
Durch uns der Mensch sich fortbewegt, ein Mädchenbein den Mann erregt,
der Mensch wirkt doch durch uns erst groß, ganz ohne Zweifel, wir sind der Boss!"

Die Augen funkelten und sprühten, "Wer soll euch vor Gefahr behüten,
wenn wir nicht ständig wachsam wären? Uns sollte man zum Boss erklären."

Das Herz, die Nieren und die Lunge, die Ohren, Arme und die Zunge,
ein jeder legte schlüssig dar: "Der Boss bin ich - das ist doch klar!"

Selbst Penis strampelte keck sich bloß und rief entschlossen: "Ich bin der Boss!"
Die Menschheit kann mich niemals missen, denn ich bin nicht nur da zum Pissen."

Bevor man die Debatte schloss, da furzt das Arschloch: "Ich bin Boss!"
Hei, wie die Konkurrenten lachten und bitterböse Späße machten.

Das Arschloch darauf sehr verdrossen hat zielbewusst sich fest verschlossen - es dachte konsequent bei sich: "Die Zeit, sie arbeitet für mich"
Wenn ich mich weigere zu scheißen, werd' ich die Macht schon an mich reißen."

Schlaff wurden Penis, Arme, Beine, die Galle produzierte nur noch Steine,
das Herz, es stockte schon bedenklich, auch das Gehirn fühlte sich kränklich.

Das Arschloch war nicht zu erweichen, ließ hier und da ein Fürzchen streichen.
Zum Schluss, da sahen's alle ein: "Der Boss kann nur das Arschloch sein!"

Und die Moral von der Geschicht:
Mit Fleiß und Arbeit schafft man's nicht.
Um Boss zu werden hilft allein,
ein Arschloch von Format zu sein,
das mit viel Lärm und ungeniert
nichts - als nur Scheiße produziert


1. Du sollst aus dem Chor heraus zu hören sein! Deine Stimme ist die beste. Wenn alle leise singen, dann singe Du aus vollem Halse!

2. Du brauchst beim Singen nicht den Mund aufzumachen. Das ist nicht vornehm. Bewege ihn nach Möglichkeit überhaupt nicht; um so deutlicher ist Deine Aussprache.

3. Mache beim Singen ein finsteres, grimmiges Gesicht, etwa so, wie Napoleon nach der Schlacht bei Waterloo.

4. Die Chorproben sind nur für Minderbegabte. Du kannst es auch so. Darum fehle öfter mal. Wenn Du aber trotzdem kommst, dann komme wenigstens zu spät - man erkennt daran Deine Genialität. Außerdem ist das vornehm und hebt Dich aus dem gewöhnlichen Chorvolk heraus.

5. Die Anweisungen und Erklärungen des Chorleiters gelten natürlich nur für die anderen - Du weißt das ja längst alles besser und langweilst Dich. Es ist gut, wenn Du das durch Gebärden oder halblaute Bemerkungen zum Ausdruck bringst.

6. Du hast es nicht nötig, nach Noten zu singen, denn Du hast Anspruch darauf, daß Dir Deine Stimme extra mit Klavierbegleitung beigebracht wird - und damit basta.

7. Die Notenhefte leben länger, wenn Du den Deckel nach hinten klappst, die Blätter knickst oder rollst und das Ganze ab und zu fallen lässt. Im übrigen gehen Dich die Notenhefte nichts an, das ist Sache des Notenwarts.

8. Versäume keine Gelegenheit, Dich mit dem Nachbarn zu unterhalten. Das belebt die Chorprobe und der Chorleiter kann dann viel konzentrierter arbeiten.

9. Achte gut darauf, daß Deine Leistungen gebührend anerkannt werden. Kritisiere viel und weise darauf hin, daß es früher selbstverständlich besser war.

10. Vergiss nie, daß es ein besonderes Entgegenkommen ist, daß Du überhaupt mitsingst und daß Du bestimmt der ideale Chorsänger bist.


1. Beachte stets die Maxime: "Ich bin Dein Herr und Meister".

2. Meide zu engen Kontakt zu den Chormitgliedern (Ein Pianist spricht ja auch nicht mit seinem Klavier).

3. Mache stets ein grimmiges Gesicht. Abschreckung erspart Waterloo.

4. Klimpere bei zu großer Ruhe solange auf dem Klavier, bis der Chor in lautem Gespräch vertieft ist. Die dann möglichen Ermahnungen erhöhen den Abschreckungseffekt.

5. Chorsänger sind in musikalischer Hinsicht Analphabeten. Mache das stets deutlich.

6. Gib möglichst keine präzisen Einsätze. Man könnte Dich darauf festlegen.

7. Begleite stets im äußersten Fortissimo. Das hält den Chor wach und verhindert die Schonung der Stimmen bei Pianissimo-Passagen.

8. Würze die Begleitung ab und zu mit Dissonanzen. Das schult das Gehör.

9. Triff Deine Dispositionen stets einsam und unerwartet. Unternehmer wissen ein Lied von der Mitbestimmung zu singen.

10. Spende nie Lob, denn die Ansprüche eines Genies sind unerfüllbar.


Der Chorsänger, auch ‘homo cantatus’ genannt, gehört zur Familie der Lungenatmer und ist hierzulande sehr verbreitet. Er zeichnet sich aus durch ausgeprägte Zwerchfellmuskulatur, breite Hinterfüße, auf denen er einige Zeit aufrecht stehen kann und einen starken Kehlkopf, dem er außergewöhnliche Geräusche zu entlocken vermag.

Bei Einbruch der Dämmerung sammeln sich die Chorsänger in der Nähe von hohem, kühlem Mauerwerk zu munteren Spielchen. Tagsüber sind sie selten zu beobachten. Diese abendlichen Treffen wurden häufig untersucht. Die Vermutung namhafter Kollegen, sie dienten der Paarung und Vermehrung, kann wissenschaftlich nicht belegt werden. Überhaupt ist das Phänomen der Vermehrung noch nicht aufgeklärt. Seltsamerweise rotten sich Chorsänger meist zu gleichgeschlechtlichen Haufen. Auch wird das Jungvieh, der sogenannte Kinderchorsänger, von den Älteren weder gesäugt noch geatzt!

Der Chorsänger ernährt sich von kleinen weißen, braunen oder schwarzen Scheibchen oder Pastillen, die er im Maul zergehen lässt. Diese Nahrung pflegt er in großen Mengen mit sich zu führen und geräuschvoll zu verteilen. Der Chorsänger trägt meisten einen Fetzen Papier bei sich, genannt Noten. Er bearbeitet es mit seinen Vordertatzen, faltet und knickt es, lässt sich darauf nieder. Auch für seine Behausung pflegt er sich einen größeren Vorrat davon anzulegen. Bei den abendlichen Zusammenrottungen hält sich der hochaufgerichtete Chorsänger den Fetzen vor den Rüssel und bricht in vielstimmiges Getöse aus, wobei er mit Mund und Kopf, manchmal mit dem ganzen Körper, die absonderlichsten Bewegungen ausführt. Jede Herde von Chorsängern hat einen Kapitalen. Dieser trägt sein Riechorgan stets hoch erhoben, was aber nicht heißt, daß er auf seinen Papieranteil verzichten würde. Meist sondert er sich etwas ab und bezieht auf einer Anhöhe Stellung. Er schmeißt mit vielen unbekannten Fachausdrücken um sich, die der homo cantatus im allgemeinen nicht versteht. Wenn die anderen lärmen, schweigt der Kapital. Wenn er tönt, schweigen alle anderen, jedoch nicht völlig. Wenn er die Arme hebt, bläht sich der gemeine homo cantatus auf und läuft rot an. Der Kapitale dünkt sich stets etwas Besonderes, aber die Herde nimmt ihn selten ernst.

Wenn der homo cantatus von Lärm unbelästigt bleibt, ist er im allgemeinen friedlich. Quälen Sie ihn nicht! Wenn Sie bei Einbruch der Dämmerung in feuchtes, altes Gemäuer kommen und seltsame Geräusche hören, dann ist er es.